Wenn der Kran zum Arbeitsplatz und die Baustelle zum Luxushotel wird.

Ein ungewöhnlicher Blick auf die Stadt: Während unten das Leben in den Seitengassen zwischen Graben und Peterskirche ungestört weiterläuft, hebt sich ein Kollege kurzerhand in die Höhe, um den Puls der Baustelle einzufangen. Zwischen Kränen und Dächern entstand Schritt für Schritt ein Dachausbau, an dem heute entspannt gefrühstückt wird.

Die zentrale Herausforderung bei innerstädtischen Baustellen wie dieser liegt in der Logistik. Abbruchmaterial musste effizient aus dem Gebäude und aus der Innenstadt abtransportiert werden, während gleichzeitig neue Materialien just-in-time angeliefert und eingebracht wurden. Im Inneren wurde ein Gebäudeteil in der Größenordnung eines mittleren Wohnhauses vollständig abgetragen und als neuer Servicekern in Stahlbetonbauweise errichtet – direkt angrenzend an die historische Struktur der Peterskirche. Die übrigen Gebäudeteile wurden bis auf den Rohbau entkernt, Fundamente verstärkt und neue Haustechnikschächte durch gezielte Eingriffe in bestehende Deckenkonstruktionen geschaffen. Unterschiedliche Geschosshöhen stellten zusätzliche Anforderungen an die Planung. Die Innenräume wurden in Trockenbauweise neu strukturiert und mit moderner Gebäudetechnik ausgestattet, während denkmalgeschützte Fassaden erhalten blieben.

Das Projekt umfasst die Generalsanierung und Umnutzung der ehemaligen Zentrale der Erste Group am Graben in Wien zu einem Luxushotel mit Retailflächen. Unter der Planung von BEHF Architekten und A2K Architekten wurden vier historische Gebäude zu einem neuen Gesamtkomplex verbunden. Entstanden ist das Rosewood Vienna mit 99 Zimmern, Spa- und Fitnessbereich sowie einer Lobby im ersten Obergeschoss und einem Restaurant im Dachgeschoss. Unsere Rolle: die örtliche Bauaufsicht – und weit mehr als das.

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