Sanfte Sanierung mit starker Struktur
In prominenter Lage der Nibelungengasse wurde dieses Gründerzeit-Eckhaus mit der gebotenen Zurückhaltung saniert und zugleich sein Dachgeschoss substanziell transformiert. Die sanfte Sanierung – im historisch bedeutungsschweren Umfeld des MuseumsQuartiers – verlangte eine anspruchsvolle und sensible architektonische Lösung für ein positives Genehmigungsverfahren, die wiederum eine mehrgeschossige statische Ertüchtigung mittels IPE-500-Trägern sowie die Umquartierung eines Geschäftslokals erforderte. Die zweigeschossige Dachwohnung – genauer gesagt eine der Dachterrassen – umfasst buchstäblich die prominente Eckkuppel, in der ein elegantes Bad angelegt ist. Nicht nur dort kamen hochwertige Materialien und diffizile Detailkonstruktionen zum Einsatz, die in der Taktung des Bauablaufs erhöhte Aufmerksamkeit erforderten. Trotzdem gelang mit rund zweieinhalb Jahren eine zügige Realisierung – nicht zuletzt dank einer für derartige Projekte essenziellen, exakten Bestandsbeschreibung als Grundlage der Ausschreibung. Denn nur, was im Bestand klar erkannt ist, lässt sich im Umbau sicher beherrschen.